Kirchliche Begleitung für Relistudierende

Kirchliche Begleitung für Relistudierende

Die ESG ist für Studierende aller Fächer da. Aber für diejenigen, die ev. Religion studieren, gibt es einige spezielle Angebote. Viele ESG-Veranstaltungen können Dir im Blick auf Deine spätere Arbeit in der Schule helfen – im Veranstaltungskalender ist das vermerkt. Wenn Du auf Gymnasiallehramt studierst und Bibelgriechisch lernst, ist die Griechisch-Lesegruppe für Dich gemacht.

Die ESG und die Fachschaft Ev. Religion arbeiten gern und gut zusammen. Als Studierendenpfarrerin helfe ich dabei, einen guten Kontakt zwischen Kirche und zukünftigen Religionslehrer*innen herzustellen und zu pflegen. Die Ev. Kirche freut sich darüber, wenn Du Religionslehrer*in werden möchtest, und bietet verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an.

Um Kontaktaufnahme, Unterstützung und Information geht es auch bei dem Begegnungstag, der von der Ev. Kirche der Pfalz jedes Semester in Landau angeboten wird. Die Teilnahme daran – einmalig während des Studiums, am besten zwischen dem 4. und 7. Semester – gehört zu den Voraussetzungen für die kirchliche Lehrerlaubnis, die „Vocatio“.*

Kirchliche Lehrerlaubnis – die Vocatio

Um später als Lehrer*in evangelische Religion unterrichten zu dürfen, brauchst Du neben Deinem Studienabschluss auch noch eine kirchliche Lehrerlaubnis, die sogenannte „Vocatio“. Dafür musst Du getauft und Mitglied in einer evangelischen Kirche sein. Entweder in der Landeskirche oder in einer evangelischen Freikirche, die der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) angehört.

Wenn Du getauft bist, kannst Du in die evangelische Kirche eintreten und wirst dabei nicht noch einmal getauft – egal ob Du katholisch, orthodox oder freikirchlich getauft wurdest und egal, wie alt Du bei Deiner Taufe warst. Wenn Du (noch) nicht getauft bist, kannst Du Dich natürlich auch jetzt als Erwachsene*r noch taufen lassen. Taufe oder Kircheneintritt sind sowohl in Deiner Heimatgemeinde als auch z.B. in der ESG möglich.

Wenn Du unsicher bist oder Fragen zu dieser Thematik hast, kannst Du gern mit mir, der Studierendenpfarrerin, darüber sprechen. Solche Gespräche sind vertraulich, d.h. ich gebe keine Informationen über Dich weiter, auch nicht innerhalb der Kirche, es sei denn Du möchtest es.

*) Die Verpflichtung, am Begegnungstag teilzunehmen, gilt nur für Studierende, die ihr Referendariat später in Rheinland-Pfalz oder im Saarland machen wollen, und zwar nur in denjenigen Gebieten, die zur Pfälzischen Landeskirche gehören. Unten siehst Du eine Karte der Pfälzischen Landeskirche. Sie macht nur den südlichen Teil von Rheinland-Pfalz und ein Stück vom Saarland aus.

Auch die Kirchen in Bayern und Baden-Württemberg verlangen die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung – wer zum Referendariat dorthin möchte, kann am Begegnungstag in Landau teilnehmen, weil dieser von Bayern, Baden und Württemberg anerkannt wird.

Von wem bekomme ich die Vocatio?

Die Ev. Kirche in Deutschland besteht aus einzelnen Landeskirchen, deren Grenzen nicht deckungsgleich sind mit den Bundesländern. Hier gibt es eine Karte dazu. Die vorläufige Vocatio für das Referendariat beantragst Du bei derjenigen Landeskirche, auf deren Gebiet Du Dein Referendariat machst. In Rheinland-Pfalz ist das entweder die Pfälzische, die Rheinische oder die Hessen-Nassauische Landeskirche, im Saarland entweder die Pfälzische oder die Rheinische Kirche.

Unterstützung in Studium und Referendariat

Von Seiten der Pfälzischen Landeskirche ist das Amt für Religionsunterricht in Speyer Ansprechpartner für Religionslehrer*innen und solche, die es werden wollen. Dorthin kannst Du Dich auch schon während des Studiums wenden. Du findest auf deren Website auch weiterführende Links zu den Religionspädagogischen Zentren (RPZs). Dort kannst Du Material und Literatur ausleihen und Dich beraten lassen, z.B. wenn Du ein Schulpraktikum machst oder einen Unterrichtsentwurf schreiben musst. Das nächstgelegene RPZ ist in Neustadt. Vor Ort in Landau gibt es eine vergleichbare katholische Einrichtung, die Medienstelle Landau, die im Gebäude der Katholischen Hochschulgemeinde untergebracht ist und natürlich auch von evangelischen Studierenden genutzt werden darf.