
Die ESG ist für Studierende aller Fächer da. Aber für diejenigen, die ev. Religion studieren, gibt es von der ESG nochmal besonders viel Unterstützung.
Viele ESG-Veranstaltungen können Dir im Blick auf Deine spätere Arbeit in der Schule helfen – im Veranstaltungskalender findest Du sie. Wenn Du auf Gymnasiallehramt studierst und Bibelgriechisch lernst, ist die Griechisch-Lesegruppe für Dich gemacht.
Die ESG und die Fachschaft Ev. Religion arbeiten gern und gut zusammen. Näheres dazu findest Du hier.
Als Studierendenpfarrerin helfe ich dabei, einen guten Kontakt zwischen Kirche und zukünftigen Religionslehrer*innen herzustellen und zu pflegen. Die Ev. Kirche freut sich darüber, wenn Du Religionslehrer*in werden möchtest, und bietet verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an.
Um Kontaktaufnahme, Unterstützung und Information geht es auch beim Begegnungstag, der von der Ev. Kirche der Pfalz mindestens einmal pro Jahr in Landau angeboten wird. Je nachdem, wo Du Dein Referendariat machen möchtest, kann es Voraussetzung für die Vocatio sein, dass Du einmal während Deines Studiums am Begegnungstag teilnimmst.
Um später als Lehrer*in evangelische Religion unterrichten zu dürfen, brauchst Du neben Deinem Studienabschluss auch noch eine kirchliche Lehrerlaubnis, die sogenannte „Vocatio“.

Für die Vocatio gelten drei Voraussetzungen:
Um die Vocatio bekommen zu können, musst Du getauft sein. Es spielt keine Rolle, wo und von wem Du getauft wurdest und wie alt Du bei Deiner Taufe warst.
Falls Du (noch) nicht getauft bist, kannst Du Dich natürlich auch jetzt als Erwachsene*r noch taufen lassen. Das ist sowohl in Deiner Heimatgemeinde als auch z.B. in der ESG möglich. Genauere Infos dazu findest Du hier.

Um die Vocatio bekommen zu können, musst Du Mitglied in einer evangelischen Kirche sein. Entweder in der Landeskirche oder in einer evangelischen Freikirche, die der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) angehört.
Wenn Deine Freikirche auf Bundesebene Mitglied der ACK ist, bist Du berechtigt, die Vocatio zu bekommen. Wenn Deine Freikirche nur auf lokaler oder regionaler Ebene mit der ACK zusammenarbeitet, aber nicht auf Bundesebene, dann wird das Amt für RU ein Gespräch mit Dir führen und dann entscheiden. Das gleiche gilt aktuell für Freikirchen, die auf Bundesebene ACK-Gaststatus haben.
Wenn Du einer Kirche angehörst, die nicht evangelisch ist, z.B. der katholischen Kirche, musst Du in die evangelische Kirche eintreten, um evangelische Religion unterrichten zu können. Dafür musst Du zuerst aus Deiner jetzigen Kirche austreten. Eine Alternative wäre, katholische Religion zu studieren und zu unterrichten. Das solltest Du Dir möglichst früh im Studium überlegen, weil es ein anderes Studienfach ist und die Studienleistungen gegenseitig nicht unbedingt anerkannt werden. Infos zum Eintritt in die Ev. Kirche findest Du hier.
Solltest Du aus der evangelischen oder einer anderen Kirche ausgetreten sein, musst Du (wieder) in die ev. Kirche eintreten, um die Vocatio bekommen zu können.
Die ev. Kirche erkennt Deine Taufe an, egal in welcher Konfession Du getauft wurdest. Beim Eintritt oder Wiedereintritt in die ev. Kirche wirst Du also nicht noch einmal getauft.
Der Kircheneintritt ist unkompliziert und z.B. auch in der ESG möglich. Genaueres zum Thema Kircheneintritt findest Du hier.
Falls Du offene Fragen zu dieser Thematik hast, kannst Du gern mit mir, der Studierendenpfarrerin, darüber sprechen. Solche Gespräche sind vertraulich, d.h. ich gebe keine Informationen über Dich weiter, auch nicht innerhalb der Kirche, es sei denn Du möchtest es.
Der Begegnungstag ist für alle künftigen Relilehrkräfte sinnvoll. Du erfährst, warum und wie Kirche und Staat beim Reliunterricht zusammenarbeiten und was das für Dich bedeutet. Außerdem bekommst Du Gelegenheit, über Deine Rolle, Motivation etc. zu reflektieren und offene Fragen für Dich zu klären. Zusätzlich erfährst Du, welche Unterstützungsangebote die Kirche für Relilehrkräfte anbietet. Falls Du nicht zu den Studierenden gehörst, für die der Begegnungstag verpflichtend ist, kannst Du also gerne freiwillig teilnehmen.
Termin und Anmeldemöglichkeit findet Ihr hier.
Aktuell ist der Begegnungstag verpflichtend für Studierende, die ihr Referendariat auf dem Gebiet der Pfälzischen Landeskirche machen wollen.
Die Pfälzischen Landeskirche macht nur den südlichen Teil von Rheinland-Pfalz und ein Stück vom Saarland aus (siehe die Karte unten – die Pfälzische Landeskirche ist hier in Pink mit der Aufschrift „Pfalz“ eingezeichnet). Also: Wer dort sein Ref machen wird, muss aktuell nachweisen, dass er / sie einmal während des Studiums am Begegnungstag teilgenommen hat. Diese Veranstaltung (ein Samstag) wird jedes Semester in Landau angeboten. Termin und Anmeldemöglichkeit findet Ihr hier.
Auch die Kirchen in Bayern und Baden-Württemberg verlangen die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung – wer zum Referendariat dorthin möchte, kann am Begegnungstag in Landau teilnehmen, weil dieser von Bayern, Baden und Württemberg anerkannt wird.

Die Ev. Kirche in Deutschland besteht aus einzelnen Landeskirchen, deren Grenzen nicht deckungsgleich sind mit den Bundesländern. Auf dieser Karte kannst Du alle Landeskirchen sehen, aus denen die EKD besteht.
Die vorläufige Vocatio für das Referendariat beantragst Du bei derjenigen Landeskirche, auf deren Gebiet Du Dein Referendariat machst (maßgeblich ist, wo die Schule liegt). In Rheinland-Pfalz ist das entweder die Pfälzische, die Rheinische oder die Hessen-Nassauische Landeskirche, im Saarland entweder die Pfälzische oder die Rheinische Kirche.
Falls Du Dein Referendariat weder in der Pfalz noch im Rheinland machst, kannst Du diese interaktive Karte verwenden, um mit der zuständigen Kirche Kontakt aufzunehmen. Du klickst auf das Gebiet, in dem Deine Referendariatsschule liegt, und kommst so automatisch auf die Seite der für Dich zuständigen Landeskirche.
Ansprechpartner für die Vocatio in der Pfälzischen Landeskirche ist Kirchenrat Prof. Dr. Peter Busch, den Du auch beim Begegnungstag kennenlernst. Er leitet das Amt für Religionsunterricht in Speyer.
Peter.Busch@landeskirchenrat.evkirchepfalz.de | Tel. 06232/ 667-114
Ansprechpartner*innen und Unterstützungsangebote der Rheinischen Landeskirche findest Du hier.
findest Du hier beim Amt für Religionsunterricht in Speyer.
Ob im Referendariat oder schon während des Studiums: Wenn Du Religion unterrichtest, ein Praktikum machst oder einen Unterrichtsentwurf schreiben musst, gibt es viele kirchliche Stellen, die Dich dabei unterstützen können.
Von Seiten der Pfälzischen Landeskirche ist das Amt für Religionsunterricht in Speyer Ansprechpartner für Religionslehrer:innen und solche, die es werden wollen. Dorthin kannst Du Dich auch schon während des Studiums wenden. Du findest auf deren Website auch weiterführende Links zu den Religionspädagogischen Zentren (RPZs). Dort kannst Du Material und Literatur ausleihen und Dich beraten lassen, z.B. wenn Du ein Schulpraktikum machst oder einen Unterrichtsentwurf schreiben musst. Das nächstgelegene RPZ ist in Neustadt. Außerdem gibt es in Karlsruhe die gut sortierte religionspädagogische Mediathek der badischen Landeskirche. Vor Ort in Landau (Westbahnstraße 4) verleiht das Pfarramt für Kindergottesdienst schöne Materialien, die sich auch für den Reliunterricht eignen, z.B. Godly-Play-Material.
Wenn Du theologische Literatur suchst, die in der Landauer Unibibliothek nicht vorhanden ist, kannst Du Dich an die Bibliotheks- und Medienzentrale der Pfälzischen Landeskirche in Speyer wenden, die Dir Bücher und Aufsätze sogar zuschickt.
An Fortbildungen kirchlicher Anbieter kannst Du schon während des Studiums und natürlich später als Lehrer:in teilnehmen.
Biblische Erzählfiguren – auch als Egli-Figuren bekannt – eigenen sich sehr gut für den Einsatz im Religionsunterricht. Manche Schulen haben sie im Fundus. Besonders schön ist es, wenn Du in einem Kurs Deine eigenen Figuren herstellst. Manchmal werden in der ESG Kurse dazu angeboten. Zentrale Informationen über Erzählfigurenkurse in Deutschland findest Du auf der Seite der Arbeitsgemeinschaft biblischer Figuren.

